Quallen im Mittelmeer – der Quallenführer für Andalusien

Ganzjährig berichten Urlauber von Quallen im Mittelmeer. Sowohl Spanien als auch die Balearen (z.B. Mallorca) und weitere Europäische Länder sind von der Invasion dieser Tiere betroffen. Dieser Quallenführer ist für alle diejenigen, die im Urlaub an der Costa del Sol und in Andalusien überrascht auf Quallen treffen und nicht wissen, wie mit Ihnen umzugehen ist. Dies gilt besonders für die Gäste der Ferienwohnung fewonerja in Nerja, damit diese genau wissen, wie mit den Quallen umgegangen werden kann und wie diese zu erkennen sind.

 


Quallen in Ihrer Vielfalt.

Wissenschaftler machen das erhöhte Aufkommen der Quallen (auch Medusa oder Meduse genannt) an dem vorherrschenden Klimawandel und der Überfischung der Meere fest. Denn generell haben die Medusen ebenfalls natürliche Feinde in den Meeren. Zum Beispiel der Thunfisch, der Schwertfisch als auch Schildkröten und Delfine machen Jagd auf diese eher glibberigen Tiere. Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren profitiert die Qualle von dem täglichen Handeln des Menschen und partizipiert mit dem Klimawandel. Daher finden die Medusen immer mehr und häufiger den Weg in das Mittelmeer und können sich dort ausbreiten.

Über aktuelle Vorkommen von Quallen informiert sein:

In Málaga gibt es die Organisation Aula del Mar. Sie stellt Informationen bereit über das Meer und die Lebewesen des Mittelmeeres. Ebenfalls ist es ein Museum in Málaga, welches die Meereswelt ausstellt.

Um immer gut informiert zu sein, wurde eine App entwickelt (zur Zeit ausschließlich auf Spanisch), mit der die einzelnen Strände in der Provinz Málaga angewählt werden können. Dort werden dann die einzelnen Hinweise aufgeführt, ob Quallen in Strandnähe sein können. Das Ganze wird durch die regen Kommentare der einzelnen Nutzer ergänzt.

Die App gibt es sowohl für Android (google Play)– als auch für Apple-Smartphones. Weitere Informationen zu Quallen und der App finden Sie auf der Homepage von Infomedusa (zur Zeit ausschließlich auf Spanisch).

Der Quallenführer – wie lassen sich die Quallen identifizieren?

Jeder, der den Film „Sieben Leben“ kennt weiß, dass es Quallen gibt, die sogar mit Todesfolge enden. Jedoch ist diese Art der Würfelqualle oder auch Seewespe zur Zeit ausschließlich in Australien bekannt. Aus diesem Grund ist der Hinweis wichtig, dass zur Zeit keine dieser Tiere im Mittelmeer gesichtet worden sind.

Folgende Medusen gibt es bereits im Mittelmeer und kommen gelegentlich in Strandnähe vor, wenn die Meeresströmungen und Winde passend sind und diese in die Nähe es Strandes bringen:


Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata)

Die Spiegeleiqualle trägt Ihren Namen aufgrund Ihrer Erscheinung und Form. Sie lebt nahe der Wasseroberfläche und kann sich selber aktiv fortbewegen. Daher ist Sie unabhängig in Ihrer Fortbewegung. Jedoch ist Ihre Heimat die Hochsee und findet nur vereinzelt den Weg an die Küste. Der Kontakt mit dieser Qualle ist harmlos und unbedeutend.

In Barcelona soll es sogar Restaurants geben, die diese Spiegeleiqualle als Spezialität zubereiten.

 


Leucht- oder Feuerqualle (Pelagia noctiluca)

Diese Qualle ist die häufig auftretende Art auf den Balearen vor Mallorca. Diese Medusen leuchten im Dunkeln und haben lange Tentakel. Durch Berührungen der Tentakel werden giftige Nesseln abgefeuert, die sogar unter die menschliche Haut gelangen, aber nicht lebensgefährlich sind. Gelegentlich treten Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen auf. Die ersten bewussten Erste-Hilfemaßnahmen sind das entfernen der anhaftenden Nessel auf der Haut. Bei den bewachten Badestränden an der Costa del Sol in Spanien helfen Ihnen die Lifeguards vor Ort sofort und leiten alle erforderlichen Erste-Hilfe Maßnahmen ein.


Wurzelmundqualle (Rhizostoma octopus)

Diese Medusen sind im Mittelmeer am meisten verbreitet und werden wegen Ihrer Gestalt und Form auch als Blumenkohlqualle bezeichnet. Diese Quallen finden den Weg an die Strände im Sommer  bis zum Spätherbst, da Sie sich in dieser Zeit fortpflanzen. Die Quallen, die am Strand angespült werden, verenden häufig. Generell ist diese Quallenart eher im tiefen Wasser zu finden und daher nicht so stark präsent. Der Kontakt mit der Wurzelmundqualle ist harmlos, da das Nesselgift schwach ausgeprägt ist und den  menschlichen Körper nur wenig irritiert.

 

 

 


Portugiesische Galeere (Physalia physalis)

Die portugiesische Galeere ist die wohl gefährlichste Quallenart im Mittelmeer und ist zur Zeit eher selten anzutreffen. Die Qualle gehört zu der Art und Gattung der Seeblasen und treibt mit dem Wind und der Strömung. In erster Linie lebt die portugiesische Galeere im Pazifik, aber auch vor Portugal und den Kanaren.

Die Tentakel sind in rotvioletten, weiß und blauen Farbnuancen vertreten und sind massiv giftig bei Kontakt. Das Gift kann kleine Fische und sogar Beuteltiere töten und verursacht starke Schmerzen bei dem Menschen. Bei Kontakt mit den Tentakeln bilden sich rote Quaddeln, die einem Peitschenhieb nahekommen. Es besteht bei gesunden Erwachsenen keine Lebensgefahr. Jedoch kann bei geschwächten Personen ein allergischer Schock ausgelöst werden.

An der Costa del Sol wird als Vorsichtsmaßnahme der gesamte Strand an dem Tag gesperrt um unnötige Zwischenfälle zu vermeiden.


Kompassqualle (Chrysaora hysoscella)

Die Kompassqualle hat Ihre natürliche Heimat im Mittelmeer und der Nordsee. Ihren Namen hat diese Quallenart ebenfalls ihres Aussehen zu verdanken. Auf der Oberfläche befindet sich eine charakteristische Kompassrose. Das Nesselgift an den Tentakeln kann bei Kontakt Hautreizungen und Irritationen auslösen, die als Folge unter anderem Kreislaufbeschwerden sein können. Die Tentakel sind weiß, gelblich, orange und selten braun.

 

 


Ohrenquallen (Aurelia aurita)

Diese Medusenart ist die wohl verbreiteste Quallenart in Europa. Die Ohrenqualle ist in der Nord- als auch und er Ostsee zu finden und eben auch im Mittelmeer. Diese Quallenart ist die harmloseste, die im Mittelmeer vorkommt. Gut zu erkennen ist die Ohrenqualle an dem weiß bis gelblichen Schirm und den braunen Mundarmen.

 

 

 


Auf welche Quallen sind Sie bereits am Strand gestoßen?

Welche Erfahrungen haben Sie bereits in Andalusien mit Quallen gesammelt?

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar und berichten Sie von Ihren Erfahrungen.

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